Digitalisierung im Versicherungsbereich - Spezialisierung statt Generalisierung - Digitales Unternehmertum

HomeDigitales Business

Digitalisierung im Versicherungsbereich – Spezialisierung statt Generalisierung

Digitalisierung im Versicherungsbereich – Spezialisierung statt Generalisierung
Like Tweet Pin it Share Share Email

Der Versicherungsmarkt befindet sich in einer starken Umbruchphase. Die großen Konzerne, oder zumindest einige der großen Player bisher am Markt, scheinen die Digitalisierung verschlafen zu haben. Neue Technologien verändern den traditionellen Versicherungsprozess. Immer mehr Startups disruptieren den Markt sehr stark und versuchen mit kreativen technologischen Lösungen das Versicherungsgeschäft einfacher und wesentlich transparenter zu gestalten.

Gründe, weshalb sich die großen Versicherer so schwer tun, liegen auf der Hand. Zum Teil ist es immer noch so, dass große Datenmengen sehr verstrickt und auf veralteten Rechnern gelagert sind und diese nicht so einfach zentralisiert und so verarbeitet werden können. Hinzu kommt das große und zum Teil undurchsichtig wirkende Maklernetz der Versicherer. Der reine Switch auf online-basierte Technologien ist daher nicht so einfach.

In der Nische liegt die Chance

Aufgrund der zuvor geschilderten Situation liegt die Chance der Versicherer in der Nische. Und längst haben sich erste Startups in Position gebracht und versuchen mit schlanken und einfachen Lösungen die junge Generation zu überzeugen.

So versucht beispielsweise das Berliner Insurtech-Startup Coya, was sich den Themen Hausrat und Privathaftpflicht spezialisiert hat. Der Anbieter ermöglicht es, wie andere Startups im Insurtec–Bereich auch, die Versicherung online abzuschließen und zu kündigen. Alles ohne den “Zwischenhänder” des Maklers.

Ein anderes Beispiel ist Ottonowa. Anders als Coya spezialisiert sich das Startup auf die Vermarktung der Privaten Krankenversicherung (PKV). Segura ist ein weiterer Spezialist im Bereich der Sterbegeldversicherung. All die genannten Unternehmen versuchen durch Spezialisierung und kreative technologische Lösungen den Markt zu disruptieren. Das Geschäftsmodell basiert letztlich auf Fokussierung und durch Masse in dem Bereich einer der größten in der Versicherungsnische zu werden. Online ist also ein Trend – Spezialisierung statt Generalisierung.

Vorteile der Spezialisierung liegen auf der Hand

Um das Beispiel von Segura noch einmal aufzugreifen. Das Insuretec-Startup hat sich auf das Thema Sterbegeldversicherung spezialisiert. Rund um das Produkt bietet das Unternehmen ein umfangreiches Wissensspektrum und viele Tipps im Umgang mit dem speziellen Versicherungsprodukt. Durch die Unabhängigkeit bietet man eine ähnlich gute Transparenz wie der klassische Versicherungsmakler – nur eben einfacher, transparenter und mit wesentlich mehr Informationen. Der Nutzer kann sich also selbst informieren und bei Interesse auch direkt die Buchung online tätigen. Rund um das Produkt kann Segura weitere Services aufbauen und zeigen, dass man die erste Adresse in Sachen Sterbegeldversicherung ist.

Durch die Spezialisierung und technisch kreativen Lösungen können Kunden spezielle Vergünstigungsmodelle oder Bonussysteme angeboten werden und neben der vielen weiteren Vorteile so das vollumfassendste und meist kompletteste Angebot zu einem Spezialthema angeboten werden.

Generation Y, X und Z werden vorzugsweise online einkaufen

Die junge Generation ist mehr und mehr im Internet aktiv und informiert sich, vergleich und bestellt vorzugsweise auch über das Internet Waren und Dienstleistungen. Durch die unabhängigen Startups, die eben nicht, den zuvor aufgezeigten Verflechtungen unterlegen sind, werden mehr und mehr Spezialisten in der Versicherungsbranche entstehen. Durch immer modernere und kreative Technologien werden die Informationen immer personalisierter und der Prozess der Buchung bzw. auch Auflösung einer Versicherungspolice vereinfacht.

Die Versicherungsbranche wird sich weiter disruptieren und immer mehr kreative Startups werden den großen und klassischen Versicherungskonzernen aufzeigen, wie Disruption funktioniert und das man sich als Konzern mit den digitalen Themen wesentlich intensiver beschäftigen sollte.

Comments (0)

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *