Künstliche Intelligenz ist im Marketing angekommen – aber längst nicht überall strategisch integriert. Während einige Unternehmen noch experimentieren und andere in hektischen Aktionismus verfallen, zeigt sich immer deutlicher: Der eigentliche Hebel liegt nicht im Tool, sondern in der Struktur dahinter.
In unserem Gespräch mit Sarah Yasmin Hennesen analysieren wir, warum viele KI-Projekte an falschen Erwartungen scheitern, weshalb Datenqualität und Prozessklarheit entscheidender sind als der nächste Hype-Case – und wie aus „mal ChatGPT ausprobieren“ echte Effizienz entsteht.
Wir sprechen über:
- die drei Typen von Unternehmen im Umgang mit KI
- warum Content-Produktion nur der Einstieg ist
- wieso Grounding und eigene Daten zur Schlüsselressource werden
- wie Automatisierung und KI-Agenten sinnvoll eingesetzt werden können
- und welche Plattformen das KI-Rennen langfristig dominieren könnten
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KI im Marketing: Wo Unternehmen heute wirklich stehen
Künstliche Intelligenz im Marketing ist längst kein Zukunftsthema mehr. Sie ist operative Realität – zumindest technologisch. In der Praxis zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild: Während einige Unternehmen KI strategisch integrieren, bleiben viele im Experimentiermodus stecken.
Gerade im Mittelstand beobachten wir drei typische Muster:
Abwartende, die KI zwar beobachten, aber noch nicht strukturell einsetzen.
Aktionistische, die Tools einkaufen, ohne Prozesse anzupassen.
Und strategisch Vorgehende, die zunächst Klarheit in Daten, Strukturen und Zielsetzungen bringen.
Der Unterschied liegt nicht im Budget – sondern in der Systematik.
Vom Spielen zur Strategie: Die drei KI-Typen im Unternehmen
Im Umgang mit KI lassen sich aktuell drei Lager beobachten: Die Abwartenden, die Hektischen – und die Strategischen. Während manche noch testen und andere panisch ihr Geschäftsmodell infrage stellen, gehen wenige strukturiert vor. Entscheidend ist nicht, ob KI eingesetzt wird, sondern wie bewusst sie integriert wird. Genau hier trennt sich Spielerei von echter Transformation.
Content-Produktion mit KI: Effizienzhebel oder Beliebigkeitsmaschine?
Die meisten Unternehmen starten mit KI in der Content-Produktion: Blogartikel, LinkedIn-Posts, Newsletter oder Produkttexte. Large Language Models (LLMs) wie ChatGPT oder Gemini liefern schnell Ergebnisse. Doch Geschwindigkeit ersetzt keine Strategie.
Ohne klare Zielgruppendefinition, Positionierung und Markenstimme produziert KI generischen Mainstream-Content. Besonders im mittelständischen Umfeld entsteht so die Gefahr, dass Inhalte zwar häufiger erscheinen – aber nicht relevanter werden.
Künstliche Intelligenz verstärkt bestehende Qualität. Sie kompensiert sie nicht.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:
„Wie schnell kann ich Content erstellen?“
Sondern:
„Welche Rolle spielt dieser Content in meiner Gesamtstrategie?“
Datenqualität als Wettbewerbsvorteil: Warum Grounding entscheidend wird
Ein zentrales Learning aus der Praxis: Der wahre Hebel von KI im Marketing liegt in der eigenen Datenbasis.
Unternehmen, die Reports, Strategien, Kundenanalysen, Quartalszahlen oder Best Practices strukturiert verfügbar machen, können diese Daten gezielt für KI-Prozesse nutzen. Stichwort: Grounding.
Beim Grounding arbeitet das Modell nicht nur mit Trainingsdaten aus dem Internet, sondern mit unternehmensspezifischen Informationen. Tools wie NotebookLM oder integrierte Enterprise-Lösungen ermöglichen genau das.
Für den Mittelstand entsteht hier eine enorme Chance:
Wer sein internes Wissen systematisiert, schafft eine skalierbare Wissensbasis – eine Art „digitales Unternehmensgedächtnis“.
Ohne Daten bleibt KI generisch. Mit Daten wird sie strategisch.
Marketing-Automatisierung und KI-Agenten: Mehr als nur Spielerei?
Der nächste Evolutionsschritt im KI-Marketing ist die Marketing-Automatisierung mit KI-Agenten. Während klassische Automatisierung feste Abläufe abbildet, arbeiten KI-Agenten zielorientiert: Sie erhalten ein Ergebnisziel und entscheiden selbstständig über Zwischenschritte.
Anwendungsfälle im Marketing reichen von:
- automatisierter Leadmagnet-Erstellung
- Content-Recycling über mehrere Kanäle
- E-Mail-Strecken-Anpassung
- Analyse von Kampagnenperformance
- HR- und Recruiting-Kommunikation
Doch insbesondere im Mittelstand gilt:
KI-Agenten sind kein Selbstläufer. Sie benötigen klare Datenstrukturen, definierte Prozesse und Human-in-the-Loop-Kontrolle.
Ohne Governance entstehen Fehler.
Mit klarer Steuerung entsteht echter Effizienzgewinn.
Prozessoptimierung statt Tool-Hype
Ein häufiges Missverständnis: KI wird auf bestehende Prozesse „draufgekippt“. Doch ineffiziente Strukturen werden durch KI nicht automatisch effizient.
Der strategisch kluge Ansatz beginnt bei der Prozessanalyse:
- Welche Aufgaben sind repetitiv?
- Wo entstehen manuelle Engpässe?
- Wo geht Zeit in Abstimmung verloren?
- Welche Tätigkeiten erzeugen wenig strategischen Mehrwert?
Erst danach folgt die Auswahl der passenden KI-Tools.
Tool-Landschaft, Konsolidierung und Plattformstrategie
Der Markt für KI-Tools ist fragmentiert: ChatGPT, Gemini, NotebookLM, Perplexity, Automatisierungsplattformen wie N8N oder Make, spezialisierte Agentenplattformen – die Auswahl wächst monatlich.
Die strategische Frage lautet:
Setzt sich eine Plattformdominanz durch oder sehen wir spezialisierte Nischenlösungen?
Insbesondere Unternehmen mit bestehender Microsoft- oder Google-Infrastruktur tendieren zu integrierten Ökosystemen. Hier wird deutlich: Datenzugang und Monetarisierungsfähigkeit entscheiden langfristig über Marktführerschaft.
Der entscheidende Skill der Zukunft: Fokus
Je leistungsfähiger KI wird, desto wichtiger wird eine menschliche Kompetenz: Fokus.
Künstliche Intelligenz eröffnet nahezu unbegrenzte Möglichkeiten – von automatisierten Videos bis zu komplexen Agentensystemen. Doch Unternehmen, die jeder neuen Funktion hinterherlaufen, verlieren strategische Klarheit.
Erfolgreiches KI-Marketing bedeutet:
- klare Zieldefinition
- disziplinierte Umsetzung
- kontinuierliche Qualitätskontrolle
- technologische Offenheit bei gleichzeitigem strategischem Fokus
Zwischen Hype und Realität: Was jetzt wirklich zählt
Die Debatte um KI im Marketing ist vorbei. Die operative Umsetzung beginnt.
Gerade für mittelständische Unternehmen eröffnet sich eine enorme Chance: Wer frühzeitig Daten, Prozesse und Kompetenzen strukturiert aufbaut, verschafft sich nachhaltige Wettbewerbsvorteile – auch gegenüber größeren Marktteilnehmern.
Die entscheidende Erkenntnis aus dem Gespräch:
KI ersetzt keine Strategie.
Sie verstärkt sie.
Im Podcast gehen wir tiefer in konkrete Use Cases, reale Projekterfahrungen, Tool-Entscheidungen und die Frage, wer das KI-Rennen langfristig dominieren wird.
Auswahl an Fragen aus dem Podcast
- Was sind denn jetzt diese Dinge, wo ich strategisch rangehen kann – speziell im Marketing?
- Was sind die ersten Dinge im Marketing, wo KI wirklich Sinn macht?
- Wie bewusst ist Unternehmen die Bedeutung ihrer eigenen Datenbasis?
- Welche Tools empfiehlst du?
- Wo können Unternehmen KI im Marketing zusätzlich sinnvoll einsetzen?
- Welche Use Cases gibt es für KI-Agenten im Marketing?
- Welche Tools nutzt ihr konkret für Agenten?
- Brauchen wir in Zukunft noch Menschen im Marketing?
- Wer macht das KI-Rennen – OpenAI, Google oder jemand anderes?
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