Deine Bekleidungsmarke wächst und du möchtest mehr Menschen erreichen. Du verkaufst bereits über deinen eigenen Webshop, vielleicht aber auch über Instagram, einen Marktplatz wie Etsy oder einen Pop-up-Store. Mehr Kanäle bedeuten mehr Verkaufschancen. Es bedeutet aber auch mehr Arbeit. Denn wie behältst du den Überblick über den Lagerbestand, wenn du an mehreren Orten gleichzeitig verkaufst?
Was ist Multichannel-Vertrieb?
Multichannel-Verkauf bedeutet, dass du deine Produkte über mehrere Kanäle anbietest. Dazu gehören dein eigener Online-Shop, soziale Medien, Online-Marktplätze und der stationäre Verkauf auf Märkten oder bei Veranstaltungen. Der große Vorteil ist die Reichweite. Nicht jeder Kunde sucht am selben Ort. Der eine scrollt durch Instagram, der andere sucht gezielt auf einem Marktplatz. Indem du an mehr Orten präsent bist, findest du schneller neue Kunden. Aber jeder Kanal hat seine eigenen Regeln, Preise und Arbeitsweisen.
Wo es oft schiefgeht
Das größte Risiko ist dein Lagerbestand. Wenn du ein T-Shirt gleichzeitig über zwei Kanäle verkaufst, kann es passieren, dass du etwas verkaufst, das du gar nicht mehr vorrätig hast. Das führt zu verärgerten Kunden und schlechten Bewertungen. Auch das Gegenteil kommt vor: Du lässt für jeden Kanal einen separaten Lagerbestand anlegen, und am Ende hast du zu viel auf Lager. Viele Marken entscheiden sich daher für ein Druckverfahren, das schnell und in kleinen Stückzahlen möglich ist, wie zum Beispiel den DTF Druck. Wer mit deutschen Kunden oder Lieferanten zusammenarbeitet, hört in diesem Zusammenhang oft den Begriff DTF Druck.
Produzieren, wenn es nötig ist
Eine clevere Lösung besteht darin, nicht alles im Voraus herstellen zu lassen. Du hältst einen kleinen Grundbestand deiner meistverkauften Artikel vor. Den Rest lässt du erst bedrucken, wenn tatsächlich Nachfrage besteht. Bei Tshirtdeal kannst du bereits ab einem Stück bedrucken lassen, und Eilaufträge sind möglich. So füllst du deinen Lagerbestand schnell auf, ohne große Bestellungen aufgeben zu müssen. Auch neue Designs kannst du zunächst in kleinen Stückzahlen auf einem Kanal testen, bevor du sie überall anbietest.
So behältst du den Überblick
Der Überblick beginnt mit einem zentralen Ort für deinen Lagerbestand. Viele Online-Shop-Systeme können deinen Lagerbestand automatisch aktualisieren, wenn du auf einem anderen Kanal etwas verkaufst. Wenn du eine solche Verknüpfung nicht nutzt, arbeite mit einer einfachen Übersicht, die du täglich aktualisierst. Beginne außerdem nicht mit zu vielen Kanälen gleichzeitig. Wähle zwei oder drei aus, die zu deiner Zielgruppe passen. Prüfe nach ein paar Monaten, welche Kanäle gut verkaufen und welche vor allem Zeit kosten.
Wachstum ohne Stress
Mehr Kanäle können das Wachstum deiner Bekleidungsmarke erheblich vorantreiben. Dennoch ist mehr nicht immer besser. Es kommt darauf an, dass du jeden Kanal gut im Griff hast. Achte darauf, dass dein Lagerbestand stimmt, dass du schnell liefern kannst und dass deine Kunden überall das gleiche Einkaufserlebnis haben. Wenn du clever mit kleinen Stückzahlen und einer klaren Übersicht arbeitest, behältst du die Kontrolle. So wächst deine Marke auf eine Weise, die du bewältigen kannst.

