Was ist eigentlich Google Shopping?

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Was ist eigentlich Google Shopping?

Was ist eigentlich Google Shopping?
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Fabian Rossbacher hatte uns in der letzten Podcast Episode sehr transparent geschildert, wie er mit nur wenig Mittel über 25.000 Fans bei Facebook und erste Umsätze via Google Shopping generiert hat. In Zahlen hat er mehr als 80 Prozent der über 100 Order alleine durch Google Shopping generiert.
Da nach der Podcast Episode einige Anfragen kamen, möchte ich heute das Thema Google Shopping und die Einsatzmöglichkeiten ausführlicher besprechen.

Was ist Google Shopping?

Google Shopping Anzeigen kennen mittlerweile denke ich die meisten von euch. Das sind die Werbeanzeigen mit Produktbild, Kurztext und Preisangaben. Wenn ihr auf eine solche Anzeige klickt, kostet es den Werbetreibenden Geld und der Nutzer gelangt direkt auf die Produktdetailseite des Shops.

Google Shopping Anzeigen

Bild: Google Shopping Anzeigen

Was ist letztlich Google Shopping? Eigentlich nichts anderes als die Online-Preissuchmaschine von Google. Mit dem großen Unterschied zu vielen anderen Preissuchmaschinen, dass bei Google nicht immer das günstigste Angebot angezeigt wird, sondern das Angebot mit der größten Relevanz zur Suchanfrage des Nutzers.

Google will dank seines Suchalgorithmus dem Nutzer hochwertige und den best möglichen Suchtreffer anbieten. Um letztlich aber Google Shopping Anzeigen schalten zu können, benötigt man sowohl ein Google Adwords Konto als auch ein Konto für das Google Merchant Center.

Wichtig in diesem Zudsammenhang ist, dass bei Google Shopping nur echte Produkte verkauft werden können. Also, wenn ihr Dienstleister seid, muss ich euch enttäushcen, dann könnt ihr diesen Dienst von Google nicht verwenden.

Google Shopping entwickelt sich natürlich stetig weiter. So hat Google nun auch für den lokalen Händler eine Möglichkeit geschaffen, seine Produkte zu verkaufen. Google zeigt in diesem Zusammenhang nur auch Produkte, die nur in lokalen Läden verfügbar sind, bei Google Shopping an. Das macht das Medium besonders interessant, da regionale Händler so recht einfach ins lokale Ecommerce Geschäft einsteigen können und der Wettbewerb sich sehr in Grenzen halten sollte.

Merchant Center

Das Google Merchant-Center ist der zentrale Ort bei Google, wo ihr den Produktdatefeed für die Google Shopping Kampagnen verwalten könnt. Der Datenfeed erhält dabei alle wichtigen Informationen zum Produkt, inkl. Produktbild-Url. Für den Datenfeed gibt Google folgende formate an: xml, csv, txt, html.
Der Datenfeed selbst beinhaltet einige Pflicht-, aber auch eine Menge Kann-Felder. Es ist immer zu empfehlen mehr als nur die Pflichtfelder zu füllen. Je mehr relevante Daten Google erhält, desto besser und kleinteiliger kann der Algorithmus den Feed bewerten und ausspielen.

Beispielsweise ist es wichtig – wenn ihr ein Produkt in sieben verschiedenen Farben in eurem Online-Shop führt, nicht nur ein Produkt in den Feed zu übergeben, sondern sieben, eben mit den entsprechenden Variation. Je genauer, sauberer und letztlich relevanter der Eintrag, desto größer die Wahrscheinlichikeit bzw der Relevanzfaktor dass Google das Produkt zeigt. Vorausgesetzt die anderen Faktoren (z.B. Prio, CPC, …) passen auch. Daher ist es auch wichtig den Titel, Beschreibung und alles was anzugeben ist, suchmaschinenrelevant anzugeben.

Aktualität Google Merchant Center

Ganz wichtig ist das Thema Aktualität. Der Datenfeed sollte nie älter als 30 Tage sein, ansonsten besteht Gefahr, dass der gesamte Feed deaktiviert wird und somit dann auch die Kampagne selbst. Auch werden euch im Merchant Center mögliche Fehler angezeigt. Wichtig ist, diese zu lokalisieren und zu beheben, damit eure Shopping Anzeigen nicht darunter leiden.

Relvanzfaktoren bei Google Shopping Anzeigen

  • aktuelle Datenfeeds, inkl. Zusatzattribute im Feed
  • Klickrate
  • Überschriften und Beschreibungen
  • gute Bewertungen
  • CPC
  • Priorisierung

Google Shopping Kampagne

Ist das Google Merchant Center mit dem Adwords Konto verknüpft, ist die Schaltung einer Google Shopping Anzeige nicht mehr sonderlich schwierig. Die Kampagne wird genauso eingestellt wie die klassische Adwords Kampagnen.
Beachten solltet ihr, dass ihr am besten direkt zum Start unterschiedliche Kampagnen anlegt und dabei auch mit den Prioritäten spielt.
Ich empfehle Kunden immer 3-5 Kampagnen anzulegen. Eine Kampagne, ich nenne sie immer Lock-Kampagne, die eine hohe Prio hat, relativ hohe CPCs und einige Lock-Produkte hat, um die Nutzer auf die Seite zu bringen. Dann kann man weitere Kampagnen anlegen, die nach Marge/Produktgruppe/etc. gegliedert sind. Diese Kampagnen erhalten eine mittlere Prio, aber auch relativ hohe CPCs. Das sind die Kampagnen, die für mich performance-orientiert gesehen werden sollten. Eine letzte Kampagne sollte dann quasi wie eine Art Auffangbecken für alle anderen Produkte, ohne Filterung fungieren. Niedrige Prio und niedrige CPCs.
Dennoch kann man alle Kampagnentypen – und das sollte man auch – ständig optimieren und schauen, wie sich die KPIs entwickeln. Insbesondere bei saisonalen Höhepunkten, wie Weihnachten, Ostern oder anderen Events, sollte man sehr häufig die KPIs im Blick haben.

Ein weiterer Tipp: Nutzt auch Re-Marekting um die Nutzer, die euen Shop schon einmal besucht haben, die aber in der Customer Jounrey noch nicht so weit waren, zu reaktivieren und zum Kauf zu bewegen. Was Retargeting an dieser Stelle ist, setze ich voraus – wenn nicht, melden, ich erkläre es euch gerne oder mache gerne auch mal eine eigene Podcast Episode zu dem Thema.

Links zum Thema Retargeting / Re-Marketing

  • Was ist Re-Targeting? (Link)
  • Was ist Google’s Re-Marketing (Link)

Wie bei anderen Werbemaßnahmen auch, gibt es kein Patentrezept. Daher sollten sie immer testen, optimieren, testen, optimieren und die richtige Balance finden.

Ihr habt Fragen zu unseren Podcast-Episoden oder generell zum Thema?

Na, dann möchte ich an dieser Stelle auch sehr gerne auf unsere Facebook-Seite „Digitales Unternehmertum“ hinweisen. Hier bleibt ihr nicht nur up-to-date, sondern wir können einfach und unkompliziert miteinander uns austauschen, gegenseitig Fragen zum Thema beantworten und was es ansonsten noch zu sagen gibt.

Podcast zum Thema Google Shopping – jetzt anhören

Unser Podcast kann direkt hier im Artikel angehört werden. Zudem sind wir bei iTunes für alle iOS und Apple-Devices kostenlos verfügbar. Android-Nutzer finden uns bei stitcher.com (Stitcher App downloaden). Auch werden wir künftig unsere Podcast bei Youtube präsentieren.

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