28. Februar 2024

Wieso Newsletter unterschätzt sind und sich besonders für KMUs eignen #435

E-Mail Kampagnen - Sven Kummer rapidmail

In der heutigen Podcast-Episode freue ich mich auf Sven Kummer. Er ist Geschäftsführer und Founder des Newsletter-Anbieters rapidmail. Besonders spannend finde ich die InSights, die Sven hat, da er den Blick aus der Vogelperspektive hat und auf Daten zurückgreifen kann, die schlussendlich zu noch mehr Erfolg im E-Mail-Marketing führen können.

Im Podcast sprechen wir über die Entwicklung der letzten Jahre. Wir sprechen darüber, welche Erfolgsfaktoren es gibt, welche Content-Formate gut funktionieren und wie das Thema Künstliche Intelligenz (KI) den E-Mail-Markt vielleicht verändern könnte. Jedenfalls sprechen wir über spannende Ansätze.

Warum wird der Newsletter von vielen KMUs heute noch unterschätzt?

Wie wir im Podcast auch besprechen, gehört die E-Mail immer noch zu einem der günstigsten Online-Marketing-Kanäle. Geschickt eingesetzt, können neue Kunden akquiriert, Kunden gebunden und sinnvolle Serviceleistungen per E-Mail angeboten werden. Dennoch unterschätzen viele KMUs die Wirksamkeit von Newslettern und vernachlässigen diese Marketingstrategie zugunsten anderer Kanäle.

Vorteile, die für den Einsatz von aktiven Newsletter-Kampagnen sprechen

  1. Direkte und gezielte Kommunikation: Ein Newsletter ermöglicht es Unternehmen, direkt mit ihren Kunden in Kontakt zu treten und ihnen gezielte Inhalte und Angebote zu präsentieren. Durch eine gute Segmentierung können Sie sicherstellen, dass die Inhalte des Newsletters für jeden Empfänger relevant und interessant sind.
  2. Effektive Kundenbindung: Durch regelmäßige Newsletter können Unternehmen eine langfristige Beziehung zu ihren Kunden aufbauen. Der Newsletter kann dazu beitragen, das Vertrauen der Kunden zu stärken und sie über Neuigkeiten und Angebote auf dem Laufenden zu halten.
  3. Mehr Traffic auf der Website: Durch den Einsatz von Call-to-Action-Buttons im Newsletter können Unternehmen den Traffic auf ihrer Website erhöhen. Hierdurch kann die Reichweite und der Bekanntheitsgrad des Unternehmens gesteigert werden.
  4. Kostengünstig: Im Vergleich zu anderen Marketingkanälen ist der Newsletter ein kostengünstiger Weg, um mit Kunden in Kontakt zu treten. Es fallen keine Kosten für die Platzierung von Anzeigen oder die Produktion von Werbematerialien an.
  5. Erfolgsmessung: Die Effektivität eines Newsletters kann einfach gemessen werden. Unternehmen können beispielsweise die Öffnungs- und Klickrate des Newsletters sowie den Umsatz, der durch den Newsletter generiert wurde, verfolgen.

Erfolgsfaktoren von Newsletter-Kampagnen

Zunächst einmal ist es wichtig, abwechslungsreiche und interessante Inhalte zu bieten, die auf die Interessen und Bedürfnisse der Empfänger abgestimmt sind. Durch die Verwendung von personalisierten Inhalten, visuellen Elementen und konkreten Handlungsempfehlungen können Unternehmen sicherstellen, dass ihr Newsletter von den Empfängern geöffnet und gelesen wird und zu einer höheren Kundenbindung und Umsatzsteigerung führt.

Daher ist Erfolg auch immer ein wenig von der Zielgruppe, ihrer Erwartungshaltung und Möglichkeiten der Umsetzung abhängig. Das Verständnis für die jeweilige Zielgruppe ist wichtig und wer seine Abonnenten entsprechend segmentiert und relevante Inhalte bietet, wird sich mittel- und langfristig durchsetzen.

Was können mögliche Themen sein, die im Newsletter bespielt werden können?

Eine erfolgreiche Newsletter-Kampagne hängt stark von den Inhalten ab, die im Newsletter enthalten sind. Hier sind einige erfolgreiche Themen, die für Newsletter-Kampagnen geeignet sind:

  • Produktankündigungen: Wenn ein Unternehmen ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung auf den Markt bringt, ist es sinnvoll, dies den Kunden in einem Newsletter mitzuteilen.
  • Angebote und Rabatte: Durch die Ankündigung von Sonderangeboten und Rabatten können Unternehmen ihre Kunden motivieren, Produkte oder Dienstleistungen zu kaufen.
  • Veranstaltungen: Wenn ein Unternehmen an einer Messe oder Konferenz teilnimmt oder ein Event veranstaltet, können Newsletter dazu genutzt werden, um die Kunden darüber zu informieren.
  • Tipps und Tricks: Nützliche Tipps und Tricks, die den Kunden dabei helfen, ihre Probleme zu lösen oder ihre Ziele zu erreichen, sind für viele Kunden interessant.
  • Kundenbewertungen und Erfahrungsberichte: Kundenbewertungen und Erfahrungsberichte können dazu beitragen, das Vertrauen der Kunden in das Unternehmen zu stärken und sie zum Kauf zu motivieren.
  • Neuigkeiten aus der Branche: Neuigkeiten aus der Branche, in der das Unternehmen tätig ist, können den Kunden einen Einblick in Trends und Entwicklungen geben und das Unternehmen als kompetenten Partner positionieren.
  • Mitarbeiterporträts: Durch Mitarbeiterporträts können Kunden einen Einblick in die Arbeitsweise und die Werte des Unternehmens erhalten und eine Beziehung zu den Mitarbeitern aufbauen.

Welche Tipps hast du für eine gute Betreffzeile?

Eine gute Betreffzeile ist der erste Eindruck, den ein Empfänger von einem Newsletter bekommt. Sie ist entscheidend dafür, ob der Empfänger den Newsletter öffnet oder ihn ungelesen löscht. Hier sind einige Tipps, wie man eine gute Betreffzeile erstellt:

  • Kurz und prägnant: Die Betreffzeile sollte kurz und prägnant sein, um das Interesse des Empfängers zu wecken. Eine Länge von 40 bis 50 Zeichen ist empfehlenswert, um sicherzustellen, dass die Betreffzeile auf allen Geräten vollständig angezeigt wird.
  • Personalisiert: Eine personalisierte Betreffzeile, die den Namen des Empfängers enthält, kann dazu beitragen, dass der Newsletter als persönlicher wahrgenommen wird.
  • Konkret: Die Betreffzeile sollte den Inhalt des Newsletters präzise und konkret beschreiben. Es sollte klar sein, was der Empfänger im Newsletter erwarten kann.
  • Emotionen wecken: Eine Betreffzeile, die Emotionen weckt, kann das Interesse des Empfängers wecken und ihn motivieren, den Newsletter zu öffnen. Zum Beispiel könnte man mit Fragen oder Aufzählungen arbeiten, die Neugierde wecken.
  • Aktionsorientiert: Eine Betreffzeile, die eine Aufforderung zum Handeln enthält, kann dazu beitragen, dass der Empfänger den Newsletter öffnet und auf den Call-to-Action im Newsletter klickt.
  • Kreativ: Eine Betreffzeile, die kreativ und originell ist, kann das Interesse des Empfängers wecken und den Newsletter von anderen in seinem Posteingang abheben.
  • Klare Absenderkennung: Eine klare Absenderkennung in der Betreffzeile kann dazu beitragen, dass der Empfänger den Newsletter erkennt und öffnet.

Auch die KI kann helfen, unterschiedliche Betreffzeilen als Inspiration zu erhalten und daraus schlussendlich die perfekt auf den Inhalt und Zielgruppe abgestimmte Betreffzeile zu erhalten.

Wie wichtig ist das Zusammenspiel von Newsletter-Anbieter und CRM-System?

Ein Newsletter-Tool und ein CRM-System sind zwei wichtige Marketing-Tools, die Unternehmen dabei unterstützen, ihre Kundenbeziehungen zu verwalten und zu verbessern. Beide Systeme haben unterschiedliche Funktionen und werden daher häufig in Kombination verwendet, um eine zielgerichtete und erfolgreiche Kundenkommunikation umzusetzen.

Ein Newsletter-Tool ermöglicht es Unternehmen, Newsletter-Kampagnen zu planen, zu erstellen, zu versenden und zu analysieren. Es bietet Funktionen wie die Erstellung von Templates, die Segmentierung der Empfängerliste, die Personalisierung von Inhalten und die Messung von Öffnungs- und Klickraten.

Ein CRM-System (Customer Relationship Management) hingegen ist ein umfassendes Tool, das Unternehmen dabei unterstützt, ihre Kundenbeziehungen zu verwalten und zu verbessern. Es bietet Funktionen wie die Erfassung von Kundendaten, die Verwaltung von Interaktionen mit Kunden, die Automatisierung von Marketing- und Vertriebsprozessen sowie die Analyse von Kundenverhalten. Ein CRM-System ermöglicht es Unternehmen, ihre Kunden besser zu verstehen und personalisierte Ansprachen und Angebote zu erstellen.

Unternehmen sollten sicherstellen, dass beide Systeme nahtlos integriert sind, um eine reibungslose Kampagnenplanung und -durchführung zu ermöglichen und eine hohe Kundenzufriedenheit und Umsatzsteigerung zu erzielen.

Welche KPIs sollte man sich bei der Auswertung einer Newsletter-Kampagne anschauen?

Die Auswertung einer Newsletter-Kampagne ist essentiell, um besser beurteilen zu können, wie erfolgreich der Kanal schlussendlich war. Es gibt verschiedene KPIs (Key Performance Indicators), die bei der Auswertung einer Newsletter-Kampagne berücksichtigt werden sollten. Hier sind einige der wichtigsten KPIs:

  1. Öffnungsrate
    Die Öffnungsrate gibt an, wie viele Empfänger den Newsletter geöffnet haben. Eine hohe Öffnungsrate ist ein Indikator dafür, dass die Betreffzeile und der Inhalt des Newsletters für die Empfänger interessant waren.
  2. Klickrate
    Die Klickrate gibt an, wie viele Empfänger auf einen Link im Newsletter geklickt haben.
  3. Conversion-Rate
    Die Conversion-Rate gibt an, wie viele Empfänger nach dem Klick auf einen Link eine gewünschte Aktion ausgeführt haben, z.B. einen Kauf oder eine Anmeldung.
  4. Abmelderate
    Die Abmelderate gibt an, wie viele Empfänger den Newsletter abbestellt haben. Eine hohe Abmelderate kann ein Hinweis darauf sein, dass der Newsletter nicht relevant oder zu häufig versendet wurde.
  5. ROI
    Der ROI (Return on Investment) gibt an, wie viel Umsatz durch die Newsletter-Kampagne generiert wurde und wie viel die Kampagne gekostet hat. Ein positiver ROI zeigt, dass die Kampagne erfolgreich war und einen Beitrag zum Unternehmenserfolg geleistet hat.

Durch die Messung und Analyse dieser KPIs können Unternehmen die Effektivität ihrer Newsletter-Kampagne bewerten und Verbesserungen vornehmen, um zukünftige Kampagnen erfolgreicher zu gestalten. Es ist wichtig, regelmäßig zu messen und zu analysieren, um sicherzustellen, dass der Newsletter den Bedürfnissen und Interessen der Empfänger entspricht und zu einer höheren Kundenbindung und Umsatzsteigerung beiträgt. Insgesamt ist es wichtig, auch kanalübergreifend Auswertungen zu betreiben, da das Zusammenspiel verschiedener Online-Marketing-Kanäle relevant sein kann und eine differenzierte Betrachtungsweise sinnvoll ist.

Fragen / Themen aus dem Podcast mit Sven Kummer

  • Warum wird das Thema E-Mail-Marketing aus deiner Sicht von so vielen KMUs immer noch unterschätzt?
  • Wie hat sich das Thema E-Mail Marketing bei KMUs in den letzten Jahren denn verändert?
  • Was sind typische Usecases, wie ein mittelständisches Unternehmen E-Mail-Marketing einsetzt?
  • Oftmals fehlt es den Unternehmen an Kreativität / Expertise, was man mit E-Mails alles machen kann. Wie siehst du das?
  • Häufig reicht ein reines E-Mail-Tool alleine nicht. Ein CRM-System ist sinnvoll und ergänzend relevant – wie siehst du das?
  • Wieso ist es für euch nicht naheliegend, auch eine CRM-Lösung mit anzubieten, da die beiden Tools ja sehr eng verzahnt eingesetzt werden.
  • Welche technischen Hürden muss man kennen? Wie muss ich den Versand organisieren, damit ich mit meinen E-Mails nicht im Spam-Ordner lande?
  • Wie wichtig ist der Inhalt selbst?
  • Wie kann ich eine E-Mail-Liste sinnvoll segmentieren, welche Hilfestellung bietet ihr als Newsletter-Anbieter beispielsweise?
  • Wie sieht es mit dem besten Zeitpunkt für den Versand der Newsletter aus? Gibt es den perfekten Versandzeitpunkt?
  • Welche Art von Inhalt ist denn aktuell relevant und erfolgreich? Gibt es ggf. Tendenzen zu bestimmten Formaten / Inhalte?
  • Wie wichtig ist der Betreff für eine erfolgreiche E-Mail-Kampagne?
  • Welche Tipps hast du für eine gute Betreffzeile?
  • Wie relevant ist Künstliche Intelligenz für euch als Newsletter-Anbieter?
  • Habt ihr schon konkrete Usecases zum Thema KI bei euch aufgenommen?
  • Gibt es weitere KPIs aus Erfahrung, die man sich unbedingt anschauen sollte?
  • Wie sieht es mit dem Thema Re-Targeting im E-Mail-Segment aus?
  • Wie sieht es mit neuen Formaten aus? Viel ist hier in den letzten Jahren nicht sonderlich viel passiert, oder?
  • Häufig sieht man „Retro-E-Mails“ wo reiner Text verwendet wird. Ohne Layout und Bilder. Ist das ein neuer Hype oder Zufall?
  • Wie wird sich das E-Mail-Marketing verändern? Was erwartet uns und worauf sollten wir uns einstellen?

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Thomas Ottersbach

Thomas Ottersbach ist geschäftsführender Gesellschafter der PageRangers GmbH. Seit über 20 Jahren ist er im Online-Business aktiv und hat verschiedene Unternehmen erfolgreich aufgebaut und veräußert. Er ist zudem Herausgeber/Produzent des beliebten SEO Podcasts (www.seosenf.de). Mit dem Podcast "Digitales Unternehmertum" gibt er nicht nur seine eigenen Erfahrungen als Unternehmer weiter, sondern durch die vielen Interview-Gäste gibt es für die Zuhörer:innen maximale Inspiration und Wissenstransfer rund um die digitale Welt. Seit einiger Zeit dreht sich mit dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) das digitale Businessrad weiter. Auch hier ist Thomas Experte und hat ein eigenes Unternehmen (contentpipe.io) in diesem Bereich.

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