25. Juli 2024

Burnout vorbeugen – wie kann man selbst und wie Unternehmen dazu beitragen? #434

Die Corona-Pandemie hat uns alle auf unterschiedliche Weise herausgefordert und uns neuen Stress und Herausforderungen ausgesetzt. Insbesondere in den letzten Jahren ist das Thema Burnout immer wieder in den Fokus gerückt. Burnout ist nicht nur ein persönliches Problem, sondern hat auch Auswirkungen auf das Unternehmen und die Gesellschaft insgesamt. Daher sind auch Unternehmen aufgefordert, sich mehr den Veränderungen anzupassen, noch mehr auf die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter einzugehen und zu versuchen für alle Seiten einen gangbaren Weg zu gehen.

Was ist Burnout überhaupt?

Schauen wir uns mal eine kurze Definition an. Burnout ist ein Zustand emotionaler Erschöpfung, Abnahme der Leistungsfähigkeit und des Engagements, verbunden mit einem Gefühl der Sinnlosigkeit und Hoffnungslosigkeit. Es entsteht häufig durch langanhaltenden Stress und Überforderung in beruflichen oder privaten Kontexten und kann sich auf alle Bereiche des Lebens auswirken. Burnout wird oft als eine Folge von kontinuierlichem Stress und einer unzureichenden Bewältigung erlebter Belastungen beschrieben und kann zu einem Zustand führen, in dem Betroffene ihre Arbeit nicht mehr erfüllend und sinnvoll empfinden. Dabei kann Burnout in unterschiedlichen Ausprägungen und durch unterschiedlichen Gründen entstehen.

Was sind häufige Symptome, die mit Burnout in Verbindung gebracht werden?

Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Symptome und Ausprägungen von Burnout.

Emotionale Erschöpfung

Burnout kann sich in vielen Facetten zeigen. Eine dieser Facetten kann eine emotionale Erschöpfung sein. Man fühlt sich den beruflichen / privaten Anforderungen einfach überfordert. Wie Helene im Podcast es richtig formuliert. Der Akku geht sukzessive leer und irgendwann ist man so schwach, dass gar nichts mehr geht.

Reduzierte Leistungsfähigkeit?

Die reduzierte Leitungsfähigkeit ist ebenfalls ein regelmäßig vorkommendes Syndrom. Oftmals entstehen Zweifel an der Kompetenz, bestimmte Aufgaben angemessen zu bewältigen. Es kann durchaus auch dazu führen, dass Zweifel aufkommen, ob die Arbeit oder auch private Dinge in der Form überhaupt noch richtig sind.

Entfremdung

Auch eine Art Entfremdung kann die Folge sein. Man distanziert sich von seiner Außenwelt und Menschen können zu einer Art Objekt werden.

Was ist die häufigste Ursache von Burnout?

Genau wie die Ausprägung der Krankheit können auch die Ursachen völlig unterschiedlich sein:

  • Langanhaltender Stress im privaten oder beruflichen Umfeld
  • Eine hohe Arbeitsbelastung
  • Fehlende Work-Life-Balancee
  • Konflikte am Arbeitsplatz
  • Fehlende Anerkennung und Wertschätzung für die Arbeit
  • Persönlichkeitsmerkmale, wie Perfektionismus und ein hohes Bedürfnis nach Kontrolle, können zu einem höheren Risiko für Burnout beitragen
  • Unklare oder wechselnde Arbeitsanforderungen und -ziele
  • Ein ungesunder Lebensstil, einschließlich Mangel an Bewegung, unausgewogene Ernährung und mangelndem Schlaf
  • Persönliche Probleme, wie Beziehungsprobleme, finanzielle Probleme oder Gesundheitsprobleme

Es gibt meist nicht den einen Grund, sondern meist sind es mehrere Aspekte, die Einfluss nehmen.

Was können Arbeitgeber tun, um Burnout bei ihren Mitarbeitern zu verhindern?

Um Burnout zu verhindern, können Arbeitgeber eine Vielzahl von Maßnahmen ergreifen, um ihre Mitarbeiter zu schützen und ihnen eine gesunde Arbeitsumgebung zu bieten. Da aber jeder Mensch anders tickt, ist es wichtig, zunächst mit dem richtigen Mindset und den Werten im Unternehmen die weitere Basis zu schaffen. Der Mensch muss in den Fokus rücken, das Individuum, da jeder Mensch eine andere Resilienzschwelle hat.

Richtige Work-Life-Balance fördern

Eine Möglichkeit, Burnout zu verhindern, besteht darin, eine gute Work-Life-Balance zu fördern. Dies kann bedeuten, flexible Arbeitszeiten anzubieten, Überstunden zu vermeiden und das Arbeitspensum den individuellen Fähigkeiten anzupassen. Darüber hinaus können Arbeitgeber Möglichkeiten schaffen, dass Mitarbeiter ihre Bedürfnisse und Grenzen kommunizieren können, wie z.B. durch regelmäßige Feedback-Gespräche oder eine offene Kommunikationskultur. Das ist letztlich das, was ich mit Unternehmenskultur, einem entsprechenden Werteverständnis und Mindset meine.

Stresslevel richtig austarieren

Ein weiterer wichtiger Schritt, um Burnout zu verhindern, besteht darin, den Stresslevel der Mitarbeiter zu reduzieren. Dies kann durch die Verringerung der Arbeitsbelastung, die Förderung einer positiven Arbeitskultur und die Unterstützung bei der Bewältigung von Konflikten am Arbeitsplatz erreicht werden. Arbeitgeber sollten auch sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter über die notwendigen Ressourcen und Fähigkeiten verfügen, um ihre Arbeit erfolgreich zu bewältigen.

Gesundheitsförderung forcieren

Eine weitere Möglichkeit, Burnout zu verhindern, besteht darin, den Fokus auf Prävention und Gesundheitsförderung zu legen. Arbeitgeber können Gesundheits- und Wellnessprogramme anbieten, um ihre Mitarbeiter zu unterstützen, gesund zu bleiben und Stress abzubauen. Dies kann eine Vielzahl von Maßnahmen umfassen, von regelmäßigen sportlichen Aktivitäten und Ernährungsprogrammen bis hin zu Stressbewältigungs- und Resilienztrainings. Aber auch hier muss jedes Unternehmen auf Basis seiner Mitarbeitergröße und -struktur den richtigen Weg finden.

Resilienz verbessern

Auch die Resilienz kann individuell verbessert werden. Gerade in der heutigen Zeit ist Flexibilität, Widerstandsfähigkeit der Psyche, und permanente Anpassungsfähigkeit gefragt. Das kann man bis zu einem gewissen Grad auch trainieren. Mehr zu dem Thema findet ihr auch in der Podcast-Episode 336 zu dem Thema.

Tools, Zeitmanagement-Methoden und Arbeitsorganisation optimieren

Auch Tools oder die richtigen Apps können hilfreich sein, um Burnout vorzubeugen. Mit den richtigen Zeitmanagement-Methoden (z.B. GTD, Alpen-Methode, Pomodoro-Methode, etc.) und Prozessen kann man Mitarbeiter:innen helfen, sich produktiver zu gestalten und Stress beispielsweise zu minimieren.

Arbeitgeber sollten daher ihre Mitarbeiter dazu ermutigen, die ihnen zur Verfügung gestellten Tools und Apps zu nutzen, aber auch andere Maßnahmen zur Vorbeugung von Burnout anbieten.

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Thomas Ottersbach

Thomas Ottersbach ist geschäftsführender Gesellschafter der PageRangers GmbH. Seit über 20 Jahren ist er im Online-Business aktiv und hat verschiedene Unternehmen erfolgreich aufgebaut und veräußert. Er ist zudem Herausgeber/Produzent des beliebten SEO Podcasts (www.seosenf.de). Mit dem Podcast "Digitales Unternehmertum" gibt er nicht nur seine eigenen Erfahrungen als Unternehmer weiter, sondern durch die vielen Interview-Gäste gibt es für die Zuhörer:innen maximale Inspiration und Wissenstransfer rund um die digitale Welt. Seit einiger Zeit dreht sich mit dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) das digitale Businessrad weiter. Auch hier ist Thomas Experte und hat ein eigenes Unternehmen in diesem Bereich aufgebaut.

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