7. Dezember 2022

Digitalisierung im Jahr 2035 – wie krass wird das wohl? #415

Digitalisierung im Jahr 2035

Als Unternehmer:in muss man sich zwingend auch mit der Zukunft beschäftigen. Nur der Blick in die Gegenwart ist sträflich. Zu weit nach vorne blicken und auf jeden kommenden Zug aufspringen, ist ebenfalls nicht realistisch und gut. Dennoch kann es spannend sein, das ein oder andere Szenario zu entwickeln und sich mit der Zukunft zu befassen.

In der heutigen Podcast-Episode blicke ich mit meinem Gast Christian Rahn in die Zukunft. Wir haben uns auf das Jahr 2035 geeinigt. Das digitale Unternehmertum oder die digitale Transformation wird in gut 20 Jahren sicherlich an einem anderen Punkt stehen – fortschrittlicher, technischer und auch noch viel tiefer im Mindset der Menschen verankert als heute.

Corona, der Ukraine-Krieg, hohe Energiekosten – das Unternehmertum verändert sich insgesamt aktuell sehr stark

Seit gut zwei Jahren stecken wir in den unterschiedlichsten Krisen. Wenn wir uns die 2010er bis 2020er Jahre im Vergleich anschauen – ein völlig konträres Bild. Wir haben einen enormen Wirtschaftsaufschwung erlebt, Unternehmen haben sich auf wesentliche Dinge fokussieren können. Mit dem Beginn der Pandemie sah dies anders aus. Lockdown, vermehrt Kurzarbeit, verschiedene Branchen mussten sich völlig neu erfinden oder machen dies heute immer noch. Unternehmen standen und stehen vor extremen Herausforderungen und kaum ein Jahrzehnt war bisher so sehr von so vielen Rückschlägen und Krisen innerhalb kürzester Zeit geprägt.

Anzeige Podcast-Sponsor
Besucht unseren Sponsor Mollie. Mollie ist einer der führenden Zahlungsanbieter in Europa. Über 130.000 Kunden wickeln europaweit ihren Online-Zahlungsverkehr über die cloudbasierte Mollie Plattform ab. Wenn ihr also für euer Angebot, ob Shop, digitales Produkt, was auch immer einen zuverlässigen und seit 2004 bereits aktiven Online-Zahlungsanbieter sucht, dann seid ihr bei Mollie genau richtig. Für weitere Infos hier klicken!

Wie entwickelt sich das Unternehmertum in den kommenden 20 Jahren?

Im Podcast blicken wir auf unterschiedliche Bereiche. Spannend ist, auf Basis der heutigen Erkenntnisse zu prognostizieren, wohin die Reise gehen wird. Einiges wird so nicht eintreffen, anders vielleicht schon. Wir wissen es nicht und werden zurückblicken.

Arbeit wird sich in Zukunft weiter stark verändern

Im Podcast blicken wir in die berühmte Glaskugel und prognostizieren, wie sich Arbeit weiter verändern wird. Die New Work Bewegung ist heute schon sehr aktiv und immer mehr wird das Thema Arbeit und der Sinn von Arbeit hinterfragt. Im letzten Podcast habe ich mit meinem Gast über die 4-Tage-Woche gesprochen. Aktuell bewegen wir uns in einem Veränderungsprozess, wobei noch nicht so ganz klar zu erkennen ist, wohin die Reise gehen wird. Fest steht nur, es wird sich das Arbeiten in den kommenden 20 Jahren weiter sehr stark verändern. Mehr selbstbestimmtes Arbeiten, flexibleres Arbeiten – vielleicht auch noch ortsunabhängiger als heute. Da wir uns aktuell in einer Art Findungsphase befinden, ist die Richtung noch nicht klar erkennbar.

Bekommen wir alle unsere(n) persönliche(n) Assistent:in?

Eine weitere spannende Frage, wird unser Alltag in gut 20 Jahren immer mehr fremdbestimmt sein? Also werden wir alle eine persönliche und virtuelle Assistentin haben, die unseren Alltag auf Basis verschiedener Faktoren fremdbestimmt und für uns optimiert? Spielt künstliche Intelligenz hier eine übergeordnete Rolle? Heutzutage helfen Tools, um den Arbeitsalltag produktiver gestalten zu können. Ich arbeite nicht nur papierlos, sondern versuche mit Tool, wie Notion meine Aufgaben- und Projektmanagement effizienter zu gestalten.

Wie wichtig werden Tools?

Bereits heute sind Tools bereits wichtig und bestimmen mehr und mehr unseren Alltag. Als Tool-Fan, ein besonders spannender Blick in die Zukunft für mich. Ich bin davon überzeugt, Tools werden immer wichtiger. Meine Hoffnung: Ein zentral agierendes System oder Tool, was die verschiedenen Tools steuert und vielleicht über KI oder andere Dinge, meinen Alltag insgesamt produktiver und einfacher gestalten lässt. Fakt ist, heute steuern uns viele Tools dezentral. Ein Tool für Aufgaben, ein Tool für die Kommunikation und wiederum andere Tools für andere Zwecke. Tools werden einen großen Einfluss auf die Digitalisierung haben und zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die große Herausforderung wird sein, das für sein Unternehmen richtige Tool zu finden. Die Anzahl der Tools wird weiter zunehmen und so wird es in 20 Jahren sicherlich nicht einfacher, aus dem großen Fundus genau die Lösung zu finden.

Daten werden noch wichtiger

Nicht nur Tools nehmen einen immer größeren Raum im Unternehmertum ein. Auch Daten spielen eine immer wesentlichere Rolle und nicht umsonst heißt es, „Daten sind das neue Gold“. Die entscheidende Frage wird sein, wie gut der Mittelstand mit Daten umgehen wird und diese auch angemessen verarbeiten wird? Wir beide haben eine besondere Meinung zu dem Thema. Mehr dazu im Podcast. Bereits heute verfügen viele Unternehmen über einen großen Datenschatz. Das Problem ist jedoch – sie nutzen ihn nicht, weil sie die Notwendigkeit nicht sehen, den Aufwand scheuen oder der Auffassung sind, das Invest lohnt nicht.

Marketing und Vertrieb wird eins werden

Ich lehne mich mit der These, Marketing und Vertrieb wird sich in den kommenden Jahren weiter sehr stark verändern, denke ich nicht allzu weit aus dem Fenster. Vielleicht wird es beide Bereiche in der Form auch gar nicht mehr geben und alles unter dem Begriff „Smarketing“ laufen. Bereits heute nähern sich beide Bereiche signifikant an und immer wichtiger wird der gegenseitige Austausch. Leadgenerierung hat sich verändert, der potenzielle Kunde von morgen ist mündiger geworden. Auf den Punkt gebracht – ohne eine bidirektionale Kommunikation geht es heute nicht und auch künftig wird das Thema sich weiter verändern. Marketing wird komplexer, das Verständnis von Personas und Zielgruppen wird mehr und mehr in den Fokus rücken und Methoden entstehen, um Kundenzentrierung auf ein völlig neues Level zu bringen.

Noch mehr Kundenzentrierung wird das Ergebnis sein

Wir haben es thematisiert. Interessent und Kunde werden künftig völlig neu von Unternehmen „umgarnt“. Sowohl bei der Kundenneugewinnung, aber insbesondere auch bei Kunden direkt. Es wird noch individuelle, noch persönlicher und mehr darauf geachtet werden, nur solche Informationen und Botschaften zu versenden, die der Nutzer auch tatsächlich wünscht. Und zwar genau in jenem Moment wünscht. Darüber hinaus werden neue Service- und Dienstleistungen entstehen, die mithilfe von Daten, CRM, KI und Automationen mehr und Tiefe für das Thema Kundenzentrierung bringen werden.

NFT, Krypto & Blockchain

Auch über diese Themen müssen wir sprechen, wenn wir in die Zukunft blicken. NFTs scheinen heute zunächst einmal nur eine Art Hype zu sein. Auch Bitcoin & Co. haben sich als unregulierte Währung bisher nicht im Mainstream durchsetzen können. Die Blockchain als dezentrales Instrument könnte in den verschiedenen Bereichen eine Rolle künftig spielen. Alles Themen, über die wir sprechen müssen und uns als Unternehmer beschäftigen sollten. Aber auch das sein noch mal erwähnt – man muss nicht auf jeden Zug aufspringen, sondern schauen, wie man bestimmte Dinge geschickt für sein Unternehmen einsetzen kann.

VR, AR und das Metaversum

Spätestens als Mark Zuckerberg im Oktober 2021 den Namenswechsel seiner Firma Facebook in Meta bekannt gab, war klar. Die Welt wird mehr und mehr auf das Metaversum blicken. Aktuell erinnern mich die Gehversuche einiger Firmen jedoch sehr an die Aktivitäten im Second Life von rund 20 Jahren. Wie sich das Thema Second Life entwickelt hat, wissen wir. Das Metaversum hat eine Chance, nur ist noch längst nicht klar, wohin die Reise geht, weil zu viele Hindernisse und offene Fragen aktuell noch vorhanden sind.

Gleiches gilt im Grunde für das Thema AR (Augmented Reality) und VR (Virtual Reality). Beides Themen, die immer mehr in den Fokus rücken und für eine Nische bereits heute interessant ist. Für die Zukunft wird es darauf ankommen, ob die Killerappplikation gefunden wird und die Themen für den Mainstream dann interessant werden.

On- und Offline-Verzahnung

Gerade im E-Commerce wurde in den vergangenen Jahren immer wieder viel über Omnichannel Angebote, Click-and-Collect und die perfekte Verzahnung von On- und Offline gesprochen bzw. nach Lösungen gesucht. Ich kenne bis heute kein perfekt abgestimmtes und sinnvoll verzahntes Konzept. Es gibt einige Ansätze von Multichannel-Anbieter, auch auf lokaler Ebene, die durchaus vielversprechend sind. Die perfekte Synergie der beiden Kanäle habe ich aber bisher auch nicht gesehen und hier wird sich in den kommenden Jahren der richtige Weg hoffentlich finden.

Ihr merkt schon. Wir gehen im Podcast auf die unterschiedlichsten Themen ein. Inspiration pur, wenngleich man zu jedem dieser Themen einen Podcastfolge mit Glaskugelblick füllen könnte. Mit dem Podcast wollen wir einen Anstoß geben, für all jene, die den Blick in die Zukunft vielleicht noch nicht gewagt haben. Es geht also um Inspiration, um einen Denkanstoß und Austausch. Stellt mir/uns Fragen, wie ist eure Meinung zu den Themen?

Eure Meinung ist gefragt!

Ich würde mich über den Austausch mit euch sehr freuen. Schreibt mir auf LinkedIn, per E-MAil (podcast(ät)digitales-unternehmertum.de oder noch besser – sprecht mir eine Audiomessage ein. Direkt von eurem Smartphone, Tablet oder Rechner. Einfach nur auf den Knopf drücken und loslegen:


Auswahl der Fragen aus dem Podcast mit Christian Rahn

  • Wer ist Christian Rahn und was macht er?
  • Wie siehst du den Trend Home Office vs. Office? Welche Entwicklung wird es in Zukunft geben?
  • Bist du auch der Auffassung, dass sich Unternehmen aktuell in einer Art Findungsphase befinden, wie sieht die Arbeit aus?
  • Welche Rolle kann das Metaversum spielen?
  • Könnten virtuelle Assistenten den Arbeitsalltag der Mitarbeiter:innen signifikant mitgestalten?
  • Unternehmen werden zunehmend von Tools gesteuert. Wie wird sich das verändern?
  • Welche Rolle spielen Daten im Rahmen der Unternehmensentwicklung?
  • Wie wird sich Marketing und Sales künftig aufstellen und werden wir die beiden Disziplinen vereint sehen?
  • Was wird das Kernelement im Marketing in Zukunft sein?
  • Wie wird sich das Bild der Kommunikation verändern?
  • Wird es künftig noch wichtiger sein, zu hören und zu verstehen, was meine Zielgruppe wünscht?
  • Wie siehst du die Zukunft der Blockchain / Kryptos und NFTs?
  • Wie blickst du auf das Thema Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR)? Womit kann man in 20 Jahren rechnen?
  • Was wird der Erfolgsfaktor sein, damit VR, AR oder auch das Metaversum funktionieren wird?
  • Wie bedeutend wird künftig auch die Verzahnung von On- und Offline-Marketing sein?

Podcast anhören – im Browser direkt, bei Apple, Spotify & Co.

Unser Podcast kann direkt hier im Artikel angehört werden. Zudem sind wir bei iTunes für alle iOS und Apple-Devices kostenlos verfügbar. Auch könnt ihr unseren Podcast bei YouTubeSpotifyAmazon Music oder Google Podcast anhören

thomas

Thomas Ottersbach ist geschäftsführender Gesellschafter der PageRangers GmbH. Seit über über 20 Jahren ist er im Online-Business aktiv und hat verschiedene Unternehmen erfolgreich aufgebaut und veräußert. Thomas hat zudem eine kleine Beratungsboutique, mit der er ausgewählte klein- und mittelständische Unternehmen im Bereich der Digitalisierung und Sichtbarkeitsentwicklung berät. Er ist zudem Herausgeber/Produzent des beliebten SEO Podcasts (www.seosenf.de). Mit dem Podcast "Digitales Unternehmertum" gibt er nicht nur seine eigenen Erfahrungen als Unternehmer weiter, sondern durch die vielen Interview-Gäste gibt es für die Zuhörer:innen maximal Inspiration und Wissenstransfer rund um die digitale Welt.

Alle Beiträge ansehen von thomas →

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert