Clubhouse - über den Hype, meine Erfahrungen und wie man die App im Marketing einsetzen könnte #317 - Digitales Unternehmertum

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Clubhouse – über den Hype, meine Erfahrungen und wie man die App im Marketing einsetzen könnte #317

Clubhouse – über den Hype, meine Erfahrungen und wie man die App im Marketing einsetzen könnte #317
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In den letzten Tagen ist ein regelrechter Hype um die App “Clubhouse” bei uns in Deutschland aufgeschlagen. Insbesondere in den Social- und Business Networls ist Clubhouse ein bestimmendes Thema aktuell.

Daher habe ich mich entschlossen, eine Podcast Episode der neuen App zu widmen und genauer vorzustellen. Ich werde euch meine Erfahrungen im Umgang mit der App als Teilnehmer und Moderator aufzeigen und letztlich auch darauf eingehen, wie man die App auch im Business-Context einsetzen könnte. Selbstverständlich gehe ich auch der Frage nach, ob Clubhouse wohl eher ein kurzfristiger Hype ist oder ob die App die Chance hat, ein weiteres, relevantes Social Network zu werden.

Was ist die App Clubhouse genau?

Zunächst einmal ganz einfach formuliert, ist Clubhouse eine Audio-Drop-In-App (ausschließlich mobile), was bedeutet, dass man via mobile Device (aktuell nur Apple / iOs) mit anderen Teilnehmern sprechen bzw. zuhören kann. Vom Grundsatz her verfolgt die App das Ziel, dass jeder Nutzer eigene Räume öffnen kann und dann als Moderator zu den Teilnehmern sprechen kann. Als Moderator kann man Nutzer aus dem Teilnehmerkreis als Moderator auf die Bühne holen und in den Dialog gehen. Ob Monologe oder Dialoge – beides funktioniert bei Clubhouse. Die Kommunikation erinnert mich irgendwie an eine öffentliche Telefonkonferenz, andere Stimmen nennen es auch Mitmach-Radio. Die Umsetzung und Formate sind individuell und hier wird viel noch getestet. Mehr zu den weiteren Feature gibt es im Laufe des Artikels.

Warum ist Clubhouse aktuell so erfolgreich?

Das hat sicherlich unterschiedliche Gründe. Zunächst einmal ist die Nutzungsbarriere sehr simpel. Man benötigt lediglich ein Smartphone oder mobiles Device. Auch wenn die App nur für einen bestimmten Personenkreis aktuell nutzbar ist (Apple und Registrierung nur nach Einladung), hat sie enorme virale Effekte erlebt. Namhafte Persönlichkeiten haben auf die App aufmerksam gemacht und erste Clubhouse Sessions angeboten. Nach und nach wurden dann andere Nutzer aufmerksam und der Sog in den anderen Social Networks war nicht mehr aufzuhalten. Die Themen sind dabei sehr unterschiedlich – Business, Musik, Coachings, etc.

Ein Grund für den Erfolg ist aus meiner Sicht sicherlich auch die aktuelle Situation rund um Corona. Menschen sehnen sich nach Kontakt und Austausch. Cloubhouse bietet auf einfache und tolle Art und Weise in den Austausch zu gehen. Mir fällt spontan auch kein Medium ein, wo man so einfach neue Menschen kennenlernen kann und mit Ihnen auf der “Bühne” in Austausch gehen kann. Der Moderator kann Teilnehmer zu Moderatoren machen, das hatte ich bereits beschrieben. Teilnehmer können auch aktiv ihre “virtuelle Hand” heben und dann so auf sich aufmerksam machen. Sobald ein Teilnehmer in den Raum eintritt, kann dem oder den Moderatoren zugehört werden.

Wie funktioniert Clubhouse nun konkret?

Clubhouse App
Unterschiedliche Raumtypen

Clubhouse ist nicht nur sehr simpel umgesetzt. Auch die Nutzungsbarriere ist sehr niedrig. Wer zu einem Thema einen “Raum” öffnen möchte, kann dies sofort machen. Es besteht die Möglichkeit auf unterschiedliche Art und Weise dann auf die Session hinzuweisen und andere Clubhouser einzuladen. Das Besondere: Nur solange der Raum geöffnet ist, kann man teilnehmen und zuhören. Die Tals kann man nachträglich nicht konsumieren, sondern wirklich nur live zuhören. Solange der Raum eben geöffnet ist. Grundsätzlich können unterschiedliche Raumtypen (geschlossene, für alle öffentlich, Social) ausgewählt werden.

Jeder kann, neben den Räumen, die sofort verfügbar und nutzbar sind, aber auch Events planen. Wie rechts im Screenshot ebenfalls zu sehen, werden Events auf das eigene Profil abgestimmt, dann im Dashboard der App gezeigt. Es gibt auch eine eigene Event-Sektion. Events können geplant werden. Aktuell wird bei Clubhouse extrem viel getestet. Welche Uhrzeiten eigenen sich am besten, wie funktionieret das am besten mit der Interaktion, wie kann man Nutzer binden, auch wenn sie später in den Raum eingetreten sind. Alles Learnings, die man als Nutzer jetzt sammeln kann.

First Mover zu sein ist toll, aber …

Grundsätzlich ist es toll, sich neuen Dingen zu widmen, den eigenen Horizont zu erweitern und zu schauen, wie sich eine kreative Idee entfaltet (oder auch nicht). Wer als Firts Mover mit an Board ist, kann entscheidende Vorteile haben. Dennoch muss man für sich abwägen, ob eine Teilnahme sinnvoll ist. Gerade im Business Context gilt es die Notwendigkeit genauer zu hinterfragen. Denn wer auf Cloubhouse ernsthaft aktiv sein will, benötigt Zeit. Zeit, die im Umgang und Management anderer Social Media Kanäle unter Umständen fehlt. Wer dabei sein will, sollte sich zumindest über das Thema Gedanken machen.

Es gibt noch viel zu tun für Clubhouse

Die App ist noch sehr jung. Das zeigt nicht nur die Tatsache, dass die App nur mit “invite only” aktuell nutzbar ist und darüber hinaus nur um iOs Ökosystem funktioniert. Auch was Usability und teilweise die Qualität während der Talks angeht (sind immer wieder Aussetzer), muss sicherlich technisch noch nachgebessert werden. Dennoch denke ich, dass die App Potenzial hat und auch im Business sinnvoll und ergänzend eingesetzt werden kann. Mittlerweile wurde auch bekannt, dass es eine Android Version in Kürze geben wird. Wann aber genau, steht noch nicht fest.

Clubhouse im Marketing einsetzen

Im Podcast gehe ich ausführlich auf das Thema ein, wie man Clubhouse im Business bzw. speziell im Marketing einsetzen kann. Hier mal einige Punkte kurz zusammengefasst. Die weiteren Gedanken dazu gibt es im Podcast.

  • Direkte Kommunikation mit der eigenen Zielgruppe möglich
  • Auch spontane Sessions möglich, wenn wichtige Themen zu kommunizieren sind
  • Brandaufbau und Aufbau Expertenstatus
  • Interviewformate können vor oder nachgelagert von anderen Medien in Clubhouse überführt werden (z.B. Pre- oder Aftershows)
  • Regelmäßige Themenstammtische
  • Durch geschlossene Räume könnte man Dienstleistungsangebot ausdehnen
  • Direktcalls mit Followern möglich für spontane Calls
  • Theoretisch könnte auch eine Monetarisierung umsetzbar sein. Wie genau, berichte ich im Podcast

Clubhouse bietet auch Clubs

Neben der Möglichkeit Räume oder Events zu nutzen bzw. umzusetzen, gibt es bei Clubhouse auch noch Clubs. Clubs könnte man am ehesten mit Facebook Gruppen vergleichen. Diese sind, anders als die Räume, permanent verfügbar. Um einen Club zu eröffnen, muss man sich über den FAQ-Bereich in den Einstellungen der App für einen Club bewerben. Dies kann einige Zeit in Anspruch nehmen, da die Clubs wohl manuell geprüft und dann erst freigeschaltet werden.

Meine Erfahrung mit Clubhouse

Ich habe in den letzten Tagen viel getestet. Habe selbst an verschiedensten Sessions teilgenommen und auch selbst in Räumen eine Session veranstaltet. Grundsätzlich sehe ich das Potenzial und bin sehr gespannt, wohin die Reise gehen wird.

Wichtige Neuerungen zu Clubhouse

Update: 28.01.21
Mittlerweile gibt es immer mehr Diskussionen über den Datenschutz bei Cloubhouse. Die Anbieter von Clubhouse haben nicht nur eine Abmahnung durch die Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) erhalten. Auch Apple hat sich wohl eingeschaltet und droht mit Rauswurf aus dem Appstore sollte der Anbieter die App nicht DSGVO konform anbieten.

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