3. Dezember 2022

Job-Fahrrad für Arbeitnehmer – lohnt sich das? #399

Dienst-Fahrrad für Unternehmen

Gerade in den aktuellen Zeiten ist es besonders wichtig, für Arbeitnehmer attraktive Angebote bereitzustellen, die helfen, Mitarbeiter zu binden und auch neue Mitarbeiter zu gewinnen.

Das Jobrad oder um den Vergleich zum PKW zu nehmen, das Dienst-Fahrrad, ist eine tolle Möglichkeit, um als Unternehmen seinen Mitarbeitern einen echten Mehrwert zu bieten.

In der aktuellen Podcast-Episode geht es um das Jobrad. Ich spreche mit Andreas Geyer vom Dienstrad-Anbieter Businessbike. Im Podcast erfahrt ihr, wieso ein solches Angebot, sowohl für Arbeitgeber und Arbeitnehmer eigentlich eine Win-Win-Situation darstellt. Ebenfalls in diesem Artikel werdet ihr ein Video finden, wo ich die Perspektive des Unternehmens noch ein wenig intensiver durchleuchte. Also eigentlich die perfekte Ergänzung zum Podcast.

Vorteile eines Dienst-Fahrrads

Schauen wir uns die Vorteile eines Dienst-Fahrrads mal etwas genauer an. Sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer gibt es Vorteile. Letztlich gilt es dann wie immer, die Vorteile mit den Nachteilen zu matchen und zu schauen, ob ein Dienst-Fahrrad letztlich eine Alternative darstellt.

  • Das Dienst-Fahrrad macht das Unternehmen noch attraktiver
  • Als Unternehmen können die Kosten für das Jobrad vollständig als Kosten deklariert werden
  • Das Fahrrad – egal ob normales Fahrrad, E-Bike, Lastenrad – ist für den Arbeitnehmer dank steuerlicher Vorteile um bis zu 40 Prozent günstiger
  • Der Gesundheitsaspekt spielt ebenfalls eine Rolle. Wer täglich mit dem Rad zur Arbeit kommt, ist laut Studien gesünder und rund 2 Arbeitstage pro Jahr gesünder
  • Mitarbeiter können als Markenbotschafter fungieren, in dem das Firmenfahrrad beispielsweise mit dem Firmenlogo dezent bestückt werden kann.
  • Laufzeit 36 Monate, somit ist dein Bike immer auf einem guten Stand der Technik
  • Sport baut Stress ab. Somit wird das geistige und emotionale Wohlbefinden gesteigert werden. Ein gesünderer, motivierter und ausgeglichenerer Arbeitnehmer kann sich positiv auf das gesamte Betriebsklima auswirken
  • Am Ende der Laufzeit kann gewählt werden – neues Fahrrad oder private Übernahme zu einem meist günstigen Abschlusskaufpreis
  • Neben dem Fahrrad kann auch Zubehör (Navi, Ersatzakku, etc.) mit in das Leasingpaket gepackt werden
  • Versicherung und meist ist ein Pickup-Service inklusive – auch im Ausland häufig
  • 100% private Nutzung möglich, sollte im Arbeits- oder Zusatzvertrag entsprechend kurz festgehalten werden
  • 0,25 Prozent Versteuerung durch Gehaltsumwandlung. Durch geldwerten Vorteil wird das Jobrad für Arbeitgeber und -nehmer so attraktiv
  • Theoretisch könnte der Arbeitgeber die geringen Kosten für das Jobrad vollständig tragen und dem Mitarbeiter über den Weg eine Gehaltserhöhung bieten. Durch die Möglichkeit, die Kosten für Leasing und Versicherung als Betriebsausgaben geltend machen zu können, eine Form der Gehaltserhöhung.
  • Differenzierung zum Wettbewerb, wenn man seinen Mitarbeitern ein Fahrrad-Leasing anbietet
  • Auch der Umweltaspekte ist nicht zu vernachlässigen und eine CO₂-freundliche Alternative zum Auto kann positive Signale setzen
  • Gerade im Berufsverkehr kann, je nach Anfahrtsweg, Zeit eingespart werden. Auch der Entspannungsfaktor, wenn man mit überfüllten Bahnen oder Bussen pendelt, darf in diesem Zusammenhang genannt werden
  • Parameter für das Leasing kann als Unternehmen mit dem Leasingpartner festgelegt werden. So ist der Rahmen für den Mitarbeiter klar gesteckt und es gibt keine Diskussionen
  • Für das Pendeln per Rad zur Arbeit dürfen Arbeitnehmer jeden Arbeitstag 30 Cent pro Entfernungskilometer als Entfernungspauschale in der Steu­er­er­klä­rung geltend machen
  • Steuerlich sind Dienstradfahrer gegenüber Dienstautofahrern im Vorteil. Denn anders als beim Dienstwagen muss der Dienstweg nicht steuerlich berücksichtigt werden. Diese Regelung gilt zumindest bis 2030 zunächst.

Von der Dienst-Fahrrad-Regelung können nicht nur Arbeit­nehmern, sondern auch Selbstständige profitieren. Es muss für die private Nutzung keine Privatentnahme versteuert werden. Dies spart Einkommen- und Umsatzsteuer.

Nachteile des Dienst-Fahrrads

Durch das Anrechnen des Dienst-Fahrrads auf das Brutto-Einkommen, kann es sein, dass leichte Abstriche bei der Rentenberechnung gemacht werden müssen. Hier sprechen wir aber meist über wenige Cent- oder Eurobeträge. Was für die Rentenberechnung gilt, gilt auch für andere Dinge, wo das Bruttogehalt entsprechend Berücksichtigung findet, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Arbeitslosigkeit, etc. Die Einbußen sind aber derart gering, dass aus meiner Sicht die Vorteile überwiegen.

Wann lohnt sich ein Dienst-Fahrrad nicht?

Ein Dienst-Fahrrad hat sicherlich viele Vorteile, wie aufgezeigt. In der ein oder anderen Situation solltet ihr als Unternehmen oder Arbeitnehmer auf ein Dienst-Fahrrad verzichten:

  • Wenn ein Arbeitgeberwechsel ansteht.  Der Arbeitgeber wird bei der Kündigung wohl in den meisten Fällen nicht bereit sein, das Dienst-Fahrrad über den Zeitraum der Zusammenarbeit weiterzubezahlen. Kommt auf die Vereinbarung an. Vielleicht besteht aber auch die Möglichkeit, den Leasingvertrag mit zum neuen Arbeitgeber zu übernehmen
  • Wenn ein Arbeitnehmer länger ausfällt, durch Krankheit oder Schwangerschaft
  • Oder wenn klar ist, dass ein Angestellter sich in Kürze selbständig machen möchte

Grundsätzlich gibt es, je nach Leasingpartner auch für die oben genannten Fälle Lösungen. Das solltet ihr aber unbedingt im Vorfeld klären.

Vorteile und meine Meinung zum Dienst-Fahrrad

In einem Video habe ich meine Meinung zum Dienst-Fahrrad geteilt und bin noch mal explizit auf die Vor- und Nachteile eingegangen. Schaut euch das Video an und lasst gerne einen Kommentar da. Egal, ob ihr als Unternehmen das Dienst-Fahrrad anbietet oder als Arbeitnehmer auf die Möglichkeit zurückgreift.

Podcast zum Jobrad – mit Andreas Geyer von Businessbike

Wer weiterführende Informationen zum Jobrad haben möchte, sollte sich zusätzlich den Podcast mit Andreas Geyer, Head of Marketing bei Businessbike anhören. Hier erfahrt ihr weitere Detail zum Thema. Insbesondere auch noch mal sehr ausführlich die Vorteile für Arbeitnehmer.

Fragen aus dem Podcast

  • Was ist ein Business Bike bzw. Dienst-Fahrrad genau?
  • Was sind Vorteile eines Dienstfahrrads aus deiner Sicht?
  • Wie kann es sein, dass man bis zu 40 Prozent einsparen gegenüber dem normalen E-Bike oder Fahrradkauf?
  • Für wen lohnt sich ein Jobrad?
  • Wie sieht die Versteuerung beim Dienst-Fahrrad aus?
  • Wie funktioniert der Rad-Leasing-Prozess genau?
  • Rechnet sich für den Fachhändler ein Dienst-Fahrrad-Leasing?
  • Kann auch Zubehör in das Leasingpaket integriert werden?
  • Wie viel Prozent der Dienst-Fahrräder macht ein E-Bike aus?
  • Die Nachfrage ist größer als das Angebot, was Fahrräder und E-Bikes angeht. Wie siehst du die Situation heute?
  • Was sollte man über die Leasingzeit wissen?
  • Wie flexibel kommt ein Arbeitnehmer:in im Notfall aus dem Leasing? (z.B. Schwangerschaft, Arbeitgeberwechsel, etc.)
  • Wie schaut es bei der Restwertsumme am Ende der Leasinglaufzeit aus?
  • Gibt es bei der Nutzung des Dienst-Fahrrads aus? Gibt es hier spezielle Bestimmungen oder sogar gesetzliche Vorgaben?
  • Eine unabhängige Organisation, die das Bike nach Ende der Leasingzeit begutachten, gibt es nicht, oder?
  • Was ist der reguläre Begriff für das Dienst-Fahrrad?
  • Wie sieht es von der Versicherung aus, wenn man im Urlaub ist, insbesondere auch im Ausland? Ist das komplett abgedeckt?
  • Was sind denn Nachteile, die ein Dienst-Fahrrad mitbringt?
  • Ist die Kilometeranzahl bei einem Dienst-Fahrrad unlimitiert oder ähnlich wie beim KFZ-Leasing begrenzt?
  • Kann Zubehör in das Leasingangebot integriert werden, also z.B. Akku, Navigationssystem, etc.?
  • Wie sieht es im Falle eines Diebstahls aus?

Unser Podcast kann direkt hier im Artikel angehört werden. Zudem sind wir bei iTunes für alle iOS und Apple-Devices kostenlos verfügbar. Auch könnt ihr unseren Podcast bei YouTubeSpotifyAmazon Music oder Google Podcast anhören.

Fazit zum Dienst-Fahrrad

Als Unternehmer kann das Angebot eines Dienst-Fahrrads durchaus attraktiv sein. Gerade das Binden von Mitarbeitern ist hier zu nennen. Wer seinem Mitarbeiter etwas Gutes tun will und eine indirekte Gehaltserhöhung anbieten möchte, der sollte über das Dienst-Fahrrad-Angebot nachdenken. Hier gibt es einige Dienstleister, die einem die Abwicklung sehr einfach machen.

thomas

Thomas Ottersbach ist geschäftsführender Gesellschafter der PageRangers GmbH. Seit über über 20 Jahren ist er im Online-Business aktiv und hat verschiedene Unternehmen erfolgreich aufgebaut und veräußert. Thomas hat zudem eine kleine Beratungsboutique, mit der er ausgewählte klein- und mittelständische Unternehmen im Bereich der Digitalisierung und Sichtbarkeitsentwicklung berät. Er ist zudem Herausgeber/Produzent des beliebten SEO Podcasts (www.seosenf.de). Mit dem Podcast "Digitales Unternehmertum" gibt er nicht nur seine eigenen Erfahrungen als Unternehmer weiter, sondern durch die vielen Interview-Gäste gibt es für die Zuhörer:innen maximal Inspiration und Wissenstransfer rund um die digitale Welt.

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