26. Juni 2022

Wie OneMate trotz starkem Wettbewerb seinen Weg gefunden hat und Corona das Unternehmern in die Knie zwingt (Interview mit Julian Rabe) #376

Podcast OneMate mit Julian Rabe

Mein heutiger Podcast-Gast, Julian Rabe, hat vor 4,5 Jahren die Rucksack-Marke “OneMate” gegründet. Im Podcast erfahren wir, wie es zu der Idee kam und wie er scheinbar in einer doch sehr hart umkämpften Brache seine Nische gefunden hat. Wir werden über die Entwicklung der vergangenen Jahre sprechen und welche Learnings er aus der Corona Pandemie mitgenommen hat. Der weltweite Rohstoffmangel hat auch seine Branche getroffen. Wir sprechen aber auch über sein Geschäftsmodell, wie sich das vielleicht verändert hat, welche Vertriebs- und Marketingkanäle mit der Zeit hinzukamen und wieso er der Natur so verbunden ist und das Thema Nachhaltigkeit einen wichtigen Stellenwert in seinem Unternehmen bzw. Leben einnimmt.

Mutig in einer Branche zu starten, die doch eher einem Haifischbecken ähnelte

Die Idee einen funktionalen Rucksack zu entwickeln, hatte sicherlich nicht nur Julian. Der Background als Maschinenbauer hat ihm sicherlich geholfen, direkt ein wettbewerbsfähiges Produkt zu schaffen, was sich von der Funktionalität von anderen Rucksäcken unterscheidet. Die Tatsache, dass er ausschließlich recycelte Plastikflaschen als Rohstoff verwendet, ist hingegen schon etwas Besonderes. Das erinnert mich an einen Podcast mit Constanze Klotz, die mit ihrem Social Fashion Unternehmen Bridge & Tunnel beispielsweise aus alten Jeans, Taschen und andere Accessoires produziert. Der Podcast mit Constanze ist eine absolute Hörempfehlung und solltet ihr euch unbedingt anhören.

Die Zielgruppe auf Amazon passt nur bedingt zu OneMate

Die Produkte von OneMate sind im oberen Preissegment angesiedelt, was nicht zuletzt auch durch die Verwendung der Materialien zu erklären ist. Gerade sich im Hochpreissegment gegen die Wettbewerber durchzusetzen, ist gar nicht so einfach. Aus dem Amazon-Ökosystem hat Julian es geschafft und so sein Business weiter diversifiziert. Heute liegt der Umsatzanteil von Amazon nur noch bei rund 10 Prozent. Die anderen 90 Prozent entfallen auf den Online-Shop bzw. auf den stationären Handel, den das Unternehmen seit einiger Zeit ebenfalls beliefert. Durch Corona ist der stationäre Handelskanal aber signifikant ins Schwanken geraten, da Waren einfach nicht geliefert werden konnten. Wie das genau passierte und wie es heute läuft, erfahrt ihr im Podcast.

Produktsourcing und die Abhängigkeit von Asien

Viele Unternehmen sind von den Produktionsstätten in Asien abhängig. Viel größer ist die Abhängigkeit bzw. sind die Auswirkungen einer Pandemie für junge Unternehmen, die eben nicht den finanziellen Background haben und sich Produkte entsprechend auf Halde legen können. Auch bei OneMate ist das so und die Waren werden mehr oder weniger just in time per Container geliefert. Die Folge: Während der Corona Pandemie gab es signifikante Probleme und Julian musste teilweise signifikante Einschränkungen und Umsatzeinbußen hinnehmen.

Corona als Katalysator für Innovation?

Krisen sind generell nie gut. Manchmal geschehen aber in diesen Zeiten Dinge und Energie wird frei, die im Alltag sonst nie möglich gewesen wäre. Julian berichtet im Podcast, wie sie in der Coronaphase an weiteren Produktideen arbeiten. Doch so ganz wollte er noch nicht rausrücken. Aber wenn ich raten dürfte, könnte es etwas mit dem Zweirad zu tun haben.

Agenda / Fragen an Julian

  • Einleitung ins Thema
  • Wie kam es zu der Idee, funktionale Rucksäcke für den Reisebereich (Handgepäck) zu entwickeln?
  • Seid ihr zunächst auf Amazon gestartet und habt dann den Online-Shop für euch entdeckt?
  • Wie muss man sich das Sourcing bei euch vorstellen. Habt ihr klassisch bei Alibaba & Co. eure Produkte bestellt?
  • Wie seid ihr an die Planung für eure Rücksäcke herangegangen und wie lange hat es von der Planung bis zum ersten Verkauf eurer Produkte gedauert?
  • Ist Amazon für dich eine Art Proof of Concept gewesen, um zu testen, ob die Rucksäcke generell funktionieren oder seid ihr ganz anders vorgegangen?
  • Mit wie vielen Mitarbeitern bist du gestartet und wie sieht es heute aus?
  • Wie viel Umsatz macht ihr mittlerweile und wie sieht es anteilig zu den anderen Vertriebskanälen aus?
  • Wie war das für euch, sich mit klassischen E-Commerce-Themen zu beschäftigen, die euch zum Teil bei Amazon abgenommen werden und wie habt ihr euer Skillset verändern müssen?
  • Welche Schwerpunkte habt ihr im Marketing gesetzt und welche Kanäle funktionieren hier für euch besonders gut?
  • Wie relevant ist der stationäre Handel und wie verlief hier die Entwicklung seit Corona?
  • Wie relevant ist das Thema Storytelling oder Influencer Marketing für euch?
  • Ist SEO und Content Marketing ein Kanal, wo ihr als Startup schon investiert, um nachhaltig Sichtbarkeit bei Google aufzubauen?
  • Was sind die wichtigsten Online-Marketing Kanäle? Und welche Formate nutzt ihr vorzugsweise?
  • Hat Corona bei euch Einfluss auf das Geschäft gehabt?
  • Wann wurde dir klar, dass Corona Einfluss auf das Geschäft nehmen würde?
  • Habt Ihr Learnings aus der ersten Pandemiephase für die zweite Phase nutzen können?
  • Habt ihr aus der Coronakrise vielleicht aus etwas Positives mitnehmen können, z.B. neue Produkte entwickeln können?
  • Funktionieren eure Produkte in beiden Welten – also bei Amazon und im eigenen Online-Shop gleichermaßen?
  • Wie habt ihr es geschafft, euch mit den Produkten im Hochpreissegment zu etablieren. Wie differenziert ihr euch und wie habt ihr diese Message transportiert?
  • Was ist deine Vision mit OneMate? Wie wollt ihr euch von den Produkten entwickeln? Wollt ihr in andere Segmente oder noch spitzer in das bestehende Segment?
  • Wie sieht es mit der Internationalisierung aus?
  • Was wollt ihr künftig im Online Marketing testen? Gibt es hier Ideen und eine Vision?
  • Das Thema Nachhaltigkeit spielt im Unternehmen eine wichtige Rolle. Nimm uns doch mal mit. Wieso ist dir das so wichtig?
  • Könntet ihr euch vorstellen andere Materialien zu verwenden als recycelte Plastikflaschen?
  • Habt ihr euch bewusst für das eher gehobene Preissegment entschieden oder liegt es daran, dass ihr recyceltes Plastik verwendet und dies einfach teurer ist?
  • Welchen Service bietet ihr ansonsten ein, um das Thema Nachhaltigkeit vielleicht noch mehr zu leben als andere?
  • Auf welche drei Tools würdest du heutzutage nicht mehr verzichten können?
  • Wie organisierst du dich persönlich?

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thomas

Thomas Ottersbach ist geschäftsführender Gesellschafter der PageRangers GmbH. Seit über über 20 Jahren ist er im Online-Business aktiv und hat verschiedene Unternehmen erfolgreich aufgebaut und veräußert. Thomas hat zudem eine kleine Beratungsboutique, mit der er ausgewählte klein- und mittelständische Unternehmen im Bereich der Digitalisierung und Sichtbarkeitsentwicklung berät. Er ist zudem Herausgeber/Produzent des beliebten SEO Podcasts (www.seosenf.de).

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